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Freiwillige Feuerwehr Astheim
24-Stunden-Übung der Freiwilligen Feuerwehr Astheim


Am letzten August Wochenende führte die Freiwillige Feuerwehr Astheim eine 24-Stunden-Übung aus. Auf dem Programm stand ein breites Spektrum an Übungen, welche jeweils unter realistischen Bedingungen satt fanden. Um diese garantieren zu können, waren die Übungen zuvor nur den Organisatoren bekannt.
Der spektakulärste Einsatz, welche Einsatzkräfte auch als den Interessantesten bewerteten, war zu Beginn eine der ersten Übungen. Mit Hilfe einer Nebelmaschine wurde der komplette ehemalige Astheimer Kindergarten vernebelt. Die Schwerpunkte lagen hier besonders beim Atemschutz und der Nutzung des Funks. Die Atemschutzgeräteträger mussten mit ihren fast zwanzig Kilo schweren Geräten das Gebäude auf noch drinnen verbliebene Personen durchsuchen, diese retten und nötige erste Hilfe - Maßnahmen ergreifen. Mit den anderen Einsatzkräften wurde ein umgreifender Löschangriff durchgeführt.
Nach dem Abendessen erfolgte eine Bootsübung auf dem Rhein, Das Feuerwehrboot wurde an der NATO-Rampe in Ginsheim an den Rhein gelassen. Die Aufgaben der Bootsführer bestanden unter anderem aus Trailern des Bootes, Retten einer Person aus dem Wasser und einer Nachtfahrt. Neben der Bootsübung wurden noch kleinere Übungen mit verschiedenen Gerätschaften ausgeführt.
Bevor die Einsatzkräfte zu ihrer verdienten Nachtruhe kamen, musste kurz vor Mitternacht ein gelegtes Feuer gelöscht werden. Gemeldet wurde ein offenes Feuer auf einem Bauernhof zwischen Astheim und Bauschheim. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte den Feuerschein wahrnehmen. Das Besondere hierbei war die Löschwasserförderung aus offenem Gewässer um den Brand zu löschen.
Die anschließende Nachtruhe wurde frühzeitig durch einen erneuten Alarm gestört. Mit dem ersten Sonnenschein kam die Meldung über auslaufende Stoffe aus einem LKW, der im Industriegebiet abgestellt war. Hier war der Stoff aufzufangen und die sich bildenden Dämpfe mit Wasser niederzuschlagen.
Nach einem stärkenden Frühstück erfolgte eine Übung bei der Firma Rein, die freundlicherweise einen LKW zur Verfügung stellte. Eine Person war beim Reinigen eines Tanks kollabiert und musste aus dem Tank gerettet werden. Diese Übung verlangte von allen Einsatzkräften noch einmal das Letzte ab, um die Person mit einem Gewicht von ca. 80 kg patientengerecht aus dem LKW zu retten.
Während der ganzen Zeit der Übungen war die Einsatzbereitschaft sichergestellt, auch wurden die Fahrzeuge und Geräte nach jeder Übungseinheit einer intensiven Pflege unterzogen.
Die 24-Stunden-Übung war optimal geeignet, um in relativ kurzer Zeit möglichst viel Praxiswissen zu vermitteln. Davon profitieren vor allem die neuen und jungen Einsatzkräfte, welche die Astheimer Wehr in diesem Jahr gewinnen konnte. Die Organisatoren verzeichneten eine gute Teilnahme, welche teilweise bei bis zu 25 Personen lag. Die Einsatzkräfte wurden bei der Übung auch tatkräftig von der Jugendwehr unterstützt, welche mit in die Übungseinheiten eingebunden wurde. Insgesamt sieben Übungen standen auf dem Programm der 24-Stunden-Übung.
Zum Abschluss ließ man die letzten Stunden in einer Diskussionsrunde Revue passieren, die gewonnen Erkenntnisse werden in den nächsten Übungsstunden weiter vertieft und verbessert. Mit dem Verlauf waren die Organisatoren sehr zufrieden. Ein besonderer Dank der Einsatzabteilung gilt Beate Gard, welche sich 24 Stunden lang um das leibliche Wohl der Einsatzkräfte gekümmert hat.

 
Sonntag, 19. November 2017