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Chronik der Jugendfeuerwehr


Noch unter der Führung von Ortsbrandmeister Georg Bender kam der Gedanke auf eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Federführend war der damalige Gerätewart und spätere Nachfolger im Amt des Ortsbrandmeisters Ernst Schüßler. Aus Sorge um den Nachwuchs für die Einsatzabteilung und dem Beispiel anderer befreundeter Feuerwehren folgend hauchte man dem Gedanken der Jugendfeuerwehr am 00.06.1977 Leben ein. Die Gründung dieser Sparte in der Freiwilligen Feuerwehr Astheim wurde begünstigt, durch das damals bescheidene Freizeitangebot für Jugendliche in unserer Gemeinde.
Gerhard Bender wurde vom Feuerwehrvorstand zum ersten Jugendwart berufen und erklärte sich bereit die neue Aufgabe zu übernehmen. Er war nicht verwunderlich, dass er gleich zu Beginn dieser Ära auf eine große Anzahl von Kindern blicken konnte. Kamen doch die meisten der Jugendlichen aus traditionellen Feuerwehrfamilien wo schon der Vater und der Großvater der Feuerwehr angehörten. So fanden sich beim ersten Treffen nach der Gründung 22 Jungen, im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, im Feuerwehrgerätehaus ein. Es war eine schöne Erfahrung mit über 20 Jungen in diesem Alter zu arbeiten. Noch heute erinnert sich Gerhard Bender begeistert mit der Aussage " Einen Sack Flöhe kannst du besser hüten als 20 Kinder". Hohe Erwartungen verknüpften Jugendliche mit der Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Astheim. Nicht nur der Grundgedanke dem Anderen uneigennützig in der Not zu helfen, sondern auch die Suchen nach einer sinnvollen Freizeitgestaltung fiel auf fruchtbaren Boden.Durch Mund zu Mundpropaganda wuchs der Mitgliederstand in der Jugendfeuerwehr Astheim sogar noch an.Das Beschäftigungsangebot für Kinder in diesem Alter war breit gefächert.Theoretische Ausbildung, Sport nach Vorgabe des Jugendfeuerwehrverbandes und Wettkämpfe mit anderen Jugendwehren als Test der erlernten Fähigkeiten. Aber ganz hoch im Kurs war der Spaßfaktor.


Daran hat sich bis heute nichts geändert. So kam es für die Unterstützung der Jugendwehr in ihren Anfängen zu einer ganz spontanen wie auch erfolgreichen Aktion. Die Feuerwehrjugend sammelte Altpapier. Der Verkauf des Papiers sollte für die Anschaffung des ersten Zeltes verwendet werden.Dieses mühsame Unterfangen unterstützten damals die Feuerwehrfrauen, indem sie den Erlös aus ihrem Basar, den Jugendlichen zur Verfügung stellten. So konnte die erste Freizeit mit Zelt am Oberwiesensee stattfinden. Zur körperlichen Ertüchtigung begab man sich regelmäßig auf den Trimmpfad in Nauheim.Die Gemeinde beschaffte Schutzanzüge und Helme für unsere jungen Feuerwehrleute. So stand der Teilnahme an zwei Wettkämpfen in der Amtsperiode von Gerhard Bender nichts mehr im Wege.

Nach intensiver Vorbereitung durch die Jugendwarte H. Melchior und H.J. Roth errang die Jugendwehr Astheim 1983 sogar den ersten Platz beim Jugendwehrortswettstreit der Großgemeinde.

Die schwere Aufgabe Kindern und Jugendlichen theoretisches Wissen zu vermitteln, sie zu Betreuen und auf den Dienst in der Feuerwehr vorzubereiten, widmeten sich als Nachfolger des Ersten Jugendwartes Gerhard Bender in aufeinanderfolgenden Amtsperioden bis heute Herbert Melchior, Hans Joachim Roth, der die Teilnahme der Feuerwehrjugend an Wettkämpfen forcierte, Roland Bender, Jens Zimmermann und heute Kai Mühlbauer im Team mit seinem Stellvertreter Christian Wilmar und dem Helfer Victor Ott.Nach einigen Jahren mit zurückgehenden Mitgliederzahlen bis auf nur noch 5 Jugendlichen können wir nun seit Anfang 2003 wieder auf stetig steigende Mitglieder bauen und deswegen konnten wir auch 2003 an den Ortswettkämpfen, nach länger Abwesendheit, wieder teilnehmen und das sogar mit zwei Gruppen a 9 Mann.Zur Zeit versehen 31 Jugendfeuerwehrleute in der Freiwilligen Feuerwehr Astheim ihren Dienst.Trotz zeitweilig zurückgehender Mitgliederzahlen gelang es den Jugendwarten immer wieder, Feuerwehrleute aus der Jugendwehr in die Einsatzabteilung zu übergeben.So besteht die heutige Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Astheim zu einem Großteil aus Mitgliedern der ehemaligen Jugendfeuerwehr.Die Feuerwehr bietet den Interessierten Kindern und Jugendlichen eine theoretische und praktische Ausbildung in Blickrichtung Brandschutz, sportliche Betätigung, sowie Freienfreizeiten auch mit befreundeten Jugendfeuerwehren, Besuche von Museen, Freizeitparks und viel Spaß unter dem Vorbehalt der bei Feuerwehren nötigen Disziplin.Wir wünschen den Verantwortlichen für die Zukunft eine glückliche Hand im Umgang mit den Jugendlichen und viel Unterstützung aus dem Kreis der Eltern.

 
Sonntag, 19. November 2017