JHV 2011 PDF Drucken E-Mail

Bericht: Rüsselsheimer Echo

Stolzer Nachwuchs (von links): Robin Seemann (von der Jugendwehr in die Einsatzabteilung), stellvertretender Wehrführer Willi Grimm, Jan Edler (von der Jugendwehr in die Einsatzabteilung), Jugendwart Kai Mühlbauer und Wehrführer Volker Pelz. Foto: Dennis Möbus

2010 war ein ruhiges Jahr, die Anzahl der Einsätze bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres“ – mit diesen Worten leitete Astheims Wehrführer Volker Pelz seinen Bericht bei der Hauptversammlung am Sonntag ein. 20 Einsätze, davon fünf Kleinbrände und 15 technische Hilfeleistungen, beschäftigten die Wehr. Den Großteil machten Sturmeinsätze und Notfalltüröffnungen aus, sagte Pelz.

Jeder Aktive konnte an 21 Schulungsabenden und etwa gleich vielen Übungen teilnehmen. Besonders in Erinnerung blieb eine der vier gemeinsamen Übungen aller Ortsteilwehren, die rund ums Astheimer Bürgerhaus stattfand und ohne Komplikationen verlief. Die Einsatzkräfte besuchten zudem zehn Lehrgänge auf der überörtlichen Ausbildung. Zur Brandschutzerziehung veranstaltete die Wehr außerdem im Kindergarten „Lummerland“ eine Unterweisung mit praktischem und theoretischem Teil.
Die Ausgaben beschränkten sich auf Reparaturen und kleinere Anschaffungen. In diesem Jahr ist geplant, die Renovierungsarbeiten an der Fahrzeughalle abzuschließen, teilte Pelz mit. Der Wehrführer wies darauf hin, dass beim Boden Sanierungsbedarf besteht, da sich an vielen Stellen die Farbe löse. Neuer Anstrich bringe immer nur eine kurzzeitige Besserung. „Ziel sollte eine langfristige Lösung sein.“
Durch die Gründung einer Bambiniwehr würden Räumlichkeiten für den Nachwuchs fehlen, bemängelte der Feuerwehrchef. Laut des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetzes (HBKG) stehe die Gemeinde in der Pflicht, betonte er. Ende des Jahres gehörten 28 Männer und eine Frau zur Einsatzabteilung. Die Alters- und Ehrenabteilung zählte zehn Personen, die Jugendwehr 20, die Bambiniwehr 14 Mitglieder. Zusammen mit den Fördermitgliedern bringt es die Astheimer Feuerwehr auf 304 Mitglieder.
Beim Fastnachtsumzug im Februar 2010 war das Gerätehaus wieder einmal beliebter Treffpunkt der Narren, die sich dort stärkten. Auch bei der Gewerbemeile im Industriegebiet, beim Kreisfeuerwehrtag in Gernsheim, dem Oldtimertreffen und bei der Kerb waren die Retter präsent. Bei Fastnachtsveranstaltungen, Osterfeuer und Martinsumzug wurden Brandsicherheitsdienste geleistet.
Jugendwart Kai Mühlbauer berichtete über steigende Mitgliederzahlen in Jugend- und Bambiniwehr. Die Jugendlichen konnten an 94 Unterrichtsstunden teilnehmen, beteiligten sich beim Fastnachtsumzug, dem Grillfest, der Nachkerb und dem Oktoberfest sowie bei der Weihnachtsfeier. Als besonderen Höhepunkt hob Mühlbauer ein Zeltlager mit der Partnerwehr aus Astheim am Main hervor. In diesem Jahr soll es wieder bei den Kameraden am Main stattfinden, sagte Mühlbauer. Die Jugendwehr war zudem Ausrichter und erfolgreicher Teilnehmer bei den Ortswettkämpfen. Jan Edler und Robin Seemann wurden in die Einsatzabteilung übernommen.

Gut läuft es bei den Bambinis, den „Astemer Firedragons“: Aus der Nachwuchsgruppe im Alter zwischen sechs und zehn Jahren konnte ein erstes Kind in die Jugendwehr übernommen werden. Mühlbauer betonte, dass weitere Sponsoren für die Jugendarbeit gesucht werden.
Kassenwart Karl-Heinz Jungmann betonte, dass zum weiteren Ausbau der Feuerwehr die Gemeinde in der Pflicht stehe und er keine Investitionen aus der Vereinskasse mehr tätigen wolle. Ihn wird in Zukunft Christoph Immel als Stellvertreter unterstützen. Er wurde ebenso einstimmig gewählt wie Sabrina Deinert als Schriftführerin und Julian Galm als zweiter Mann im Kassenprüferteam.
Gemeindevertretervorsteher Horst Staengle, Bürgermeister Jürgen Arnold und Gemeindebrandinspektor Dieter Mann überbrachten Gruß- und Dankesworte. Arnold betonte, dass sich Aufgaben und Anforderungen der Feuerwehr ändern und wachsen, womit auch die Jugendarbeit immer höheren Stellenwert erlange.

 

Bericht Mainspitze:

Rückenstärkung durch Gemeinde

ASTHEIMER FEUERWEHR Ruhiges Jahr mit 20 Einsätzen / In den Räumen wird es eng

(da). Mit 20 Einsätzen war das Jahr 2010 für die Freiwillige Feuerwehr in Astheim ein relativ ruhiges. Das ging aus dem Rechenschaftsbericht hervor, den Wehrführer Volker Pelz der Jahreshauptversammlung vorlegte. Für diese Einsätze hatten die Aktiven 121 Stunden aufgewendet. Hinzu kamen 105 Stunden für acht Veranstaltungen und 98 Stunden pro Person für Ausbildung, Schulung, Übungen und Arbeitseinsätze. Zudem wurden zehn Lehrgänge besucht. Darunter waren vier Deichschutzseminare für Wasserwehren und ein Seminar für Photovoltaikanlagen. Im Rahmen der Brandschutzerziehung veranstaltete man mit den Vorschulkindern der Kita „Lummerland“ eine praktische und theoretische Unterweisung.

Im vorigen Jahr, so Pelz, seien außer einigen kleinen Anschaffungen zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft sowie kleinere Reparaturen keine Neuanschaffungen getätigt worden. In diesem Jahr sollen die Renovierungsarbeiten in der Fahrzeughalle abgeschlossen werden, kündigte er an. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass der Fußboden in der Fahrzeughalle dringend saniert werden müsse. Inzwischen löse sich an vielen Stellen des Fußbodens die Farbe. Neue Anstriche seien nur von kurzer Dauer.

Für 2012 will Pelz die Ersatzbeschaffung für den in die Jahre gekommenen Gerätewagen (Baujahr 1991) in den Haushaltsplan aufnehmen, der im Bedarfs- und Entwicklungsplan dieses Jahres stehe. „Handlungsbedarf“ auf Seiten der Gemeinde stellte Pelz auch mit Blick auf die gegründete Bambiniwehr fest, durch die es in den Räumen der Feuerwehr doch recht eng geworden sei.

Der Einsatzabteilung gehören aktuell 29 Personen an, darunter eine weibliche. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt zehn Mitglieder, die Jugendwehr 20, Bambinis 14. Mit fördernden Mitgliedern liegt die Zahl insgesamt bei 304. Pelz freute sich auch, dass mit Jan Edler und Robin Seemann zwei Aktive von der Jugendwehr übernommen werden konnten.

In ihren Grußworten dankten Gemeindevertretervorsteher Horst Staengle und Bürgermeister Jürgen Arnold den Einsatzkräften für das gezeigte Engagement und die Bereitschaft, Tag und Nacht an 365 im Jahr für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Deshalb hoffe und wünsche man sich vor allem, dass alle jederzeit gesund von den Einsätzen zurückkehren. Nach dem einstimmig beschlossenen Bedarfsentwicklungsplan könnten die Feuerwehren mit Rückenstärkung aus der Gemeindevertretung rechnen, sagte Arnold.

 
Mittwoch, 23. Mai 2018