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Historie

 

Die Geschichte einer langen Freundschaft zwischen den Freiwilligen Feuerwehren Geinsheim und Reith bei Seefeld


Der Ursprung dieser Partnerschaft liegt mittlerweile schon über 25 Jahre zurück. Im Jahr 1983 fand das erste Zusammentreffen von Kameraden unserer Feuerwehren im Reitherhof statt.
Eine Abordnung der Geinsheimer Feuerwehr befand sich auf einer Vortour für einen Osterausflug und beim Besuch eines Bekannten in Inzing entdeckte man den Kirchturm von Reith. Da fahren wir mal hin, waren sich die Geinsheimer Feuerwehrleute einig.

In Reith angekommen war die erste Station das Rössl. Die dortigen Wirtsleute schickten
unsere Feuerwehrkameraden dann in den Reither Hof, da man selbst nicht über eine ausreichende Zahl an Zimmer verfügte.
 
Als die Wirtin des Reither Hofs dann erfuhr, dass es sich bei Ihren Gästen um Feuerwehrleute handelte, löste sie Alarm aus. Sie alarmierte den damaligen Kommandanten Herbert Witting und es kam zu einem ersten, ziemlich feuchten Zusammentreffen von Reither und Geinsheimer Feuerwehrkameraden. An diesem Tag soll ziemlich viel Löschwasser getrunken worden sein. Man hatte sich kennengelernt, aber es ahnte noch niemand, dass sich daraus eine so gute Freundschaft und letztlich die Partnerschaft entwickeln würde. Als Begünder unserer Freundschaft sind insbesondere die beiden damaligen Kommandanten Herbert Witting und Berthold Grimm zu nennen.

Ein Jahr später war des Ziel des Osterausfluges der Geinsheimer Feuerwehr der Reitherhof. Die beiden Wehren haben in diesem Jahr eine gemeinsame Weinprobe mit rheinhessischen Weinen durchgeführt.
Die Feuerwehr Reith erhielt erhielt bei diesem Besuch der Geinsheimer eine Einladung zum Feuerwehrfest in Geinsheim, das im Jahr 1986 gefeiert wurde. Natürlich wurde die Einladung angenommen und der Bus war voll besetzt als die Reither Feuerwehr zum 1. Mal nach Geinsheim fuhr. Die Reither Gäste waren größtenteils privat untergebracht. Bei diesem Feuerwehrfest hat die Feuerwehr Reith an allen Veranstaltungen in der Geinsheimer Sporthalle  sowie am Festumzug teilgenommen. Kennengelernt haben die Reither Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden in diesem Jahr die Geusemer Eumel.
In den Folgejahren wurde der Rodelausflug nach Reith ein fester Bestandteil des Jahresplanes der Geinsheimer Feuerwehr.

Highlights in all den Jahren waren aber auch die Teilnahmen an Feuerwehrfesten und Fahrzeugweihen in
Reith in den Jahren 1990 und 1994 in der Tennishalle des Hotels Alpenkönig und 2004 im Festzelt.
Unvergessen natürlich auch die beiden Schlachtfeste bei denen wir mit unserem Metzger in Reith jeweils 1 Schwein zu Hausmacher Wurst nach Geinsheimer Art verarbeitet haben.
Reither Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden haben erstmals 1989 der Geusemer Zeltkerb einen Besuch abgestattet. Höhepunkt war hier sicher die Fahrt im zum Wohnmobil umgebauten Bus von Wolfgang Schader, bei der auch einige ältere Feuerwehrkameraden teilnahmen. Mit dem Bus hat die Truppe dann auch am Kerweumzug in Geinsheim teilgenommen.
Insgesamt waren Reither Feuerwehrkameraden ungefähr 10 mal zur Kerb in Geinsheim. In den letzten Jahren waren kleinere Abordnungen aus Reith zu Gast beim Schlachtfest in Geinsheim.
Bei den Besuchen der Reither in Geinsheim haben wir mit ihnen zusammen einige Ausflüge unternommen. Zu nennen sind hier z.B. viele Bootsfahrten mit dem Feuerwehrboot auf dem Rhein, eine Schifffahrt nach Sankt Goarshausen, die Besichtigung der Feuerwache auf dem Frankfurter Flughafen, die Besichtigung von Opel-life in Rüsselsheim, das Sea-life- Center in Speyer oder eine Tour nach Heppenheim wo ein Feuerwehrkamerad uns sein privates Feuerwehrmuseum zeigte.
Sehr lustig waren auch Touren mit Traktor und Anhänger zum Ausflugslokal Kreuzer oder nach Erfelden.

Auch die Reither Feuerwehr hat immer ein umfangreiches Programm für unsere Rodelausflüge auf die Beine gestellt, wie z.B Kutschfahrten zur Lottenseehütte oder zur Triendsäge, Hüttenabende, lustige Kegelabende oder Abende in den neuen Räumen der Reither Schützen. Die Samstage waren größtenteils dem Rodeln vorbehalten. Wenn das Rodeln jedoch wetterbedingt nicht möglich war, gab es immer interessante Alternativen wie der Besuch des Silberbergwerkes in Schwarz, die Kartbahn in Rum, das Haus der Sinne in Innsbruck oder eine Wanderung durch die Geisterklamm in Leutasch.

Im Jahr 1998 sind unsere beiden Feuerwehren in Geinsheim eine offizielle Partnerschaft eingegangen. Wir erinnern uns sehr gerne an dieses Ereignis zurück. Es war ein tolles Fest, insbesondere auch dank der Teilnahme der Reither Feuerwehr und dem Mitwirken der Bergkapelle Reith. Beim gemeinsamen Einmarsch unserer Feuerwehren, der Reither Musik und der Abordnung der Reither Schützen in die Festhalle hat so mancher Gast eine Gänsehaut bekommen.
2007 ist es gelungen, einen gemeinsamen Tagesausflug mit dem Ziel Ulm zu organiseren. Es hat Spass gemacht, diesen Tag gemeinsam zu verbringen.
2008 haben wir das 10-jährige Bestehen der Partnerschaft in Reith gefeiert. Auch hier war ein tolles Programm für uns vorbereitet. Wir haben das neue Feuerwehrgerätehaus in Reith besichtigt, wir waren gemeinsam in den Kristallwelten Swarovksi und eine Riesengaudi war das Ritteressen in der Ritterkuchl in Hall. Höhepunkt war jedoch die offizielle Feier im Gemeindesaal.
Überhaupt hat es immer großen Spass gemacht wenn wir uns zu den unterschiedlichsten Anlässen in Geinsheim oder in Reith getroffen haben.  Alle Episoden zu erzählen, die sich in den 25 Jahren unserer Freundschaft ereignet haben, würde sicher den Rahmen sprengen. Aber an ein paar Ereignisse möchten wir doch noch einmal erinnern.


Da wäre zum Beispiel die Fahrt einiger Feuerwehrkameraden im Jahr 2004 zum Schlachtfest nach Geinsheim. Obwohl auch Kameraden an Bord waren, die schon mehrfach in Geinsheim waren, ist man bei dieser Tour anstatt der sonst üblichen 540 Kilomter bis nach Geinsheim über 700 Kilometer gefahren. Daraufhin gaben wir den Reithern im nächsten Jahr eine genaue Wegbeschreibung.


Beim Mufflonessen im Jahr 1995 im Hof der Pizzeria, dem jetzigen Cafe Allreith haben wir bei herrlichem Wetter einen wunderschönen Tag verbracht. Der Mufflon hatte letztlich, trotz anfänglicher Skepsis bei einigen, allen geschmeckt und die erste Verdauungsrunde wurde bestellt. Es sollte jedoch nicht die letzte bleiben. Die Gesamtgetränkerechnung dieses Tages lag bei etwa 14.000 Schilling.


Lustig zu ging es auch immer bei unseren Rodelpartien. In Erinnerung bleibt eine von Niko und Geo errichtete Schneebar auf der Kemater Alm , die mit Ketchup beschriftet war. An diesem Tag ist dem Wirt der Alm der Schnapsvorrat ausgegangen, der normalerweise bis Ostern reichen sollte.


Ein anderes Ereignis werden wir auch nicht vergessen. Vor unserer Abfahrt zum Rodelausflug im Jahr 2003 hatten wir in Geinsheim über das Gemeindeblatt verbreitet, dass wir Sonntags morgens um 08.50 Uhr auf 3 Sat im Fernsehen sein werden. Auch in Reith hatte sich die Nachricht schnell herumgesprochen. Pünktlich waren wir am Seekirchel wo die Kamera für das Alpenpanorama installiert war. Wir hatten unser Feuerwehrauto in Poistion gebracht, damit es auch auf das Bild kam und uns in Position gestellt. Wir warteten jedoch vergebens auf den Schwenk der Kamera, denn diese war wegen eines Fila-Skirennens an diesem Tag auf die Skipiste gerichtet und wir mussten unverrichteter Dinge zurück nach Reith fahren.


Zusammenfassen kann man sagen, dass wir schon sehr viele schöne Stunden zusammen verbracht haben, die wir nicht missen möchten. Wir möchten es nicht versäumen, uns bei der Feuerwehr Reith recht herzlich für die erwiesene Gastfreundschaft in den zurückliegenden Jahren zu bedanken. Unserer besonderer Dank giltdem Feuerwehrausschuss, der das Programm für unsere vielen Ausflüge zusammengestellt und organisiert hat, an der Spitze die bisherigen Kommandanten Herbert Witting, Hans-Peter Schirak, Werner Haselwanter, Franz Saurwein und Rudi Saurwein. Vielen Dank.

 

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