Einsatzübersicht 2018

Bild: Feuerwehr Trebur

Von Detlef Volk - Echo Online - 10.04.2018

TREBUR-ASTHEIM - Zu einem Großeinsatz der Feuerwehren kam es am Dienstagmorgen gegen 3.20 Uhr am Bürgerhaus. Zunächst wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort "unklare Rauchentwicklung" zum Astheimer Bürgerhaus gerufen. Schnell war für die Einsatzkräfte klar, dass es sich um etwas Größeres handelt. So heulten am frühen Dienstagmorgen die Sirenen in allen Ortsteilen, außerdem wurde die Drehleiter aus Rüsselsheim angefordert. Gebrannt hat es in der Gaststätte des Bürgerhauses, die Bürgermeister-Jakob-Roos-Halle und die Gemeindebücherei wurden verschont. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere zehntausend Euro. Derzeit ist die Brandursache noch unklar, die Ermittlungen dazu dauern an, verletzt wurde niemand.

Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz in der Gaststätte von zwei Seiten gegen die Flammen vor, heißt es im Bericht. Flammen schlugen den Einsatzkräften aus der Küche der im Bürgerhaus befindlichen Gaststätte entgegen. Ein Übergreifen auf die Halle sowie die Bücherei konnte verhindert werden. In der Gaststätte entstand allerdings ein massiver Schaden. Nach der Brandbekämpfung war die Feuerwehr noch eine Zeit lang mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

  • ECKDATEN

    Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Trebur, Astheim, Geinsheim, Hessenaue und Rüsselsheim mit der Drehleiter sowie Rettungsdienst und Rotes Kreuz vom Ortsverein Trebur.

    Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte beteiligt.

Die Rettungsleitstelle Groß-Gerau war durch eine Anwohnerin in der Berliner Straße über eine starke Rauchentwicklung aus dem Bereich des dortigen Bürgerhauses informiert worden, teilt die Polizei mit.

Kriminalpolizei wird ermitteln

Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) machte sich selbst vor Ort ein Bild von der Situation. "Das ist schon ziemlich heftig", sagt Sittmann auf Nachfrage. Während die Gaststätte völlig ausgebrannt und verrußt ist, halten sich die Schäden in der Halle zum Glück in Grenzen. Der geringe Schaden sei auf die Brandschutztüren zurückzuführen, sagt Sittmann. "Dieses aktuelle Beispiel macht deutlich, wie wichtig funktionierende Brandschutztüren in öffentlichen Gebäuden sind."

Da die Fensterscheiben der Gaststätte durch die Hitze zersprungen sind, wurde zwischenzeitlich die Absperrung des Außenbereiches durch Bauzäune veranlasst, um diesen Bereich abzusichern.

Die Versicherung wurde von der Gemeinde Trebur als Eigentümerin sowie vom Pächter informiert. Es werden demzufolge zwei Gutachter beauftragt, die Schadenshöhe für den Eigentümer und den Pächter zu ermitteln. Weiterhin werde die Kriminalpolizei ermitteln, berichtet Sittmann weiter.

Die Sporthalle kann weiterhin genutzt werden. Stattdessen kann die Jakob-Roos-Halle derzeit nicht genutzt werden, da weder Strom noch Wasser vorhanden sind.

Feuerwehrleute mit Aufräum- und Reinigungsarbeiten beschäftigt

Einen kleineren Schaden gab es durch eingedrungenes Löschwasser im Thekenbereich, so der Bürgermeister. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen und Freigabe werde die Gemeinde Strom und Wasser herstellen, damit die Räumlichkeiten im Bürgerhaus wieder genutzt werden können.

Nach der Brandbekämpfung in der Gaststätte sowie der angrenzenden Küche wurden von der Feuerwehr Lüftungsmaßnahmen im kompletten Gebäude durchgeführt, um eine Rauchausbreitung zu vermeiden.

Am Dienstagvormittag waren noch rund ein Dutzend Feuerwehrleute mit Aufräum- und Reinigungsarbeiten beschäftigt, um die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen. Beispielsweise wurden 16 Atemschutzgeräte eingesetzt, die jetzt gereinigt und geprüft werden müssen, berichtet Sittmann.

In den sozialen Netzwerken wird der Brand bereits diskutiert. Die meisten Bürger sprechen sich für eine schnelle Schadensregulierung und Öffnung der Gaststätte aus. Es wird sogar vorgeschlagen, eventuell eine Spendenaktion ins Leben zu rufen. "Viele gingen so gern hin und Astheim hat sonst kaum was. Aber es sieht schon schlimm aus, keine Ahnung, ob man da was machen kann", schreibt eine Nutzerin.