24-Stunden-Übung 2014 PDF Drucken E-Mail

Die 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr fand von Samstag, den 1. November, 15 Uhr bis Sonntag 15 Uhr statt. Nachdem die Kinder und Jugendlichen im Gerätehaus eingetroffen waren, begann die Begrüßung durch den Jugendwart Thomas Bender und seinem Betreuer- bzw. Helferteam. Dabei wurden die Teilnehmer auch gleich in 2 Staffeln mit je 6 Einsatzkräften eingeteilt und den beiden Einsatzfahrzeugen zugeordnet. Anschliessend wurden bei einem Theorieunterricht die wichtigsten Einsatzgrundlagen noch einmal besprochen, bevor für die Jugendlichen die Freizeit begann. Als einige gerade Tischkicker spielten, ertönte plötzlich im Gerätehaus der Alarm. Sofort eilten die Jugendlichen in die Umkleide um sich die Schutzkleidung anzulegen. Innerhalb weniger Augenblicke waren die Fahrzeuge besetzt und rückten aus. Während der Fahrt erhielten die jungen Einsatzkräfte die Info, dass es sich um einen simulierten Brand mit einer vermissten Person bei einem landwirtschaftlichen Anwesen handelt. Vor Ort wurde das Löschfahrzeug über einen Löschbrunnen mit Wasser versorgt.

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Der Angriffstrupp unter Atemschutz begann mit der Suche nach der Person und konnte diese wenig später finden. Unter Zuhilfenahme eines zweiten Angriffstrupps mit einer Rettungstrage konnte die Person aus dem Gebäude gebracht werden.

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Die anderen Trupps kümmerten sich derweil um den Löschangriff und das Ausleuchten der Einsatzstelle. Ein Dank gilt der Familie Scherneck für das Bereitstellen der Halle. Nach etwa einer Stunde war die Einsatzübung beendet und es ging zurück zum Gerätehaus. Dort wartete schon das Abendessen auf die Jugendlichen. Schnell waren alle gestärkt und das Tischkicker-Spiel wieder im vollen Gange. Im Schulungsraum wurde auch ein Film geschaut, bevor dieser um kurz vor 21 Uhr pausieren musste. Erneut ertönte über die Lautsprecher der Alarm. Wenig später befanden sich die Fahrzeuge im Gewerbegebiet bei der Firma Rein Transporte. Dort war es zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person gekommen. Nachdem die Seitenscheibe entfernt war und die Tür geöffnet werden konnte, gelang der Angriffstrupp zur verletzten Person. Mit einem Gurtmesser konnte die Person befreit und schliesslich erstversorgt werden.

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Ein weiterer Trupp stellte währenddessen den Brandschutz am PKW sicher. Ebenfalls wurde auch hier die Einsatzstelle ausgeleuchtet.

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Abschliessend wurde die Einsatzstelle von den Glassplittern befreit und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit ausgerüstet. Nach der Ankunft im Gerätehaus wurde der Schulungsraum als Nachtquartier vorbereitet und die Feldbetten aufgebaut. Allerdings lud dies noch lange nicht zur Nachtruhe ein. Als im Laufe der Nacht die letzten Gespräche unter den Jugendlichen langsam verstummten, riss der nächste Alarm um 2 Uhr die jungen Brandschützer wieder aus dem Schlaf. Hinter dem Gewerbegebiet konnte an einem Feldweg ein Feuerschein wahrgenommen werden. Schnell war die Wasserversorgung aufgebaut und der Angriffstrupp unter Atemschutz begann mit der Brandbekämpfung.

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Nachdem die Flammen bekämpft und die Schläuche zurückgebaut waren, mussten die Kleidung und das Material gereinigt werden, um sie vom Schlamm des Feldweges zu befreien. Daraufhin begann eine kurze, aber ruhige Nacht, ehe um 8:30 Uhr gemeinsam gefrühstückt wurde. Danach wurde das Nachtquartier wieder abgebaut. Plötzlich ertönte wieder der Alarm und es ging eilig in die Waldstrasse. Im alten Kindergarten war das Erdgeschoss komplett vernebelt und es wurden mehrere Personen vermisst. Während über einen Unterflurhydrant die Wasserversorgung hergestellt wurde, rüstete sich der Angriffstrupp mit den Atemschutzgeräten aus und nahm das erste Strahlrohr vor.

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Unter der Aufsicht von Atemschutzgeräteträgern der Einsatzabteilung tasteten sich die Jugendlichen durch den Kindergarten und durchsuchten die einzelnen Räume. In den Räumen herrschte so dichter Nebel, dass die Sicht auf wenige Meter beschränkt war. Nach ein paar Minuten war auch ein zweiter Angriffstrupp im Gebäude unterwegs.

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Schnell waren die ersten beiden Personen gefunden und wurden auf die Trage geschnallt und ins Freie gebracht. Dort stand ein Trupp schon mit dem Erste-Hilfe Koffer bereit und übernahm die Versorgung.

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Vor dem Gebäude wurde der Angriffstrupp unterstützt, indem die Schlauchleitung durch den Wassertrupp nachgeführt wurde. Ausserdem wurden Be- und Entlüftungsgeräte in Stellung gebracht um den Nebel aus dem Gebäude zu bringen. Gut 1 1/2 Stunden später war die Einsatzübung zu Ende.

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Zurück im Gerätehaus wurden die Fahrzeuge wieder neu bestückt und aufgeräumt. Anschliessend wurde gemeinsam zu Mittag gegessen, bevor die 24-Stunden-Übung in einer Abschlussbesprechung endete. Ein Dank gilt allen Helfern, die für den reibungslosen Ablauf sorgten, sowie Raimund Melchior für die Verpflegung an beiden Tagen.

 
Donnerstag, 16. August 2018