Aktuelles aus der Wehr
 
 

Bericht zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Hessenaue 2019

Über das vergangene Jahr zog die Freiwillige Feuerwehr Hessenaue am 17.02.2019 bei ihrer Jahreshauptversammlung Resümee. Die Kameradinnen und Kameraden waren bei insgesamt 15 Einsätzen mit 118 Einsatzstunden aktiv, u.a. bei mehreren Notfalltüröffnungen, Kaminbränden, bei einem Einsatz auf dem Rhein und einem Sturmeinsatz. Die 28-Mann-starke Gruppe der Einsatzabteilung traf sich im Jahr 2018 zu insgesamt 24 Unterrichts- und Übungsabenden, 2 Kameradinnen und Kameraden nahmen zudem an Lehrgängen auf Kreisebene teil, um ihr feuerwehrtechnisches Wissen zu erweitern. Außerdem nahmen die Atemschutzgeräteträger an der jährlichen Atemschutzübung in Groß-Gerau im Herbst teil.

Der Feuerwehrverein organisierte zahlreiche Feste, u.a. die Hessenauer Fastnacht und das Heringsessen sowie das Grillfest zum 1. Mai und unterstütze bei der Hessenauer Kerb. Zudem wurde eine Tagesfahrt zum Point Alpha und der Wasserkuppe organisiert. An diesen Aktivitäten war die Alters- und Ehrenabteilung, welche derzeit 15 Mitglieder zählt, ebenfalls aktiv. Des Weiteren unternahmen sie einen Ausflug zum Hessichen Rundfunk, besichtigten das Pumpwerk Wächterstadt und trafen sich regelmäßig mit den Alters- und Ehrenabteilungen der Großgemeinde. Auch die 11-köpfige Jugendabteilung unternahm im vergangenen Jahr einiges. So wurde wieder eine 24-Stunden-Übung, bei der das Funken anhand einer Schnitzeljagd trainiert und das richtige Verhalten bei einem Verkehrsunfall geübt wurde, durchgeführt. Außerdem drehten die Jugendlichen einen Feuerwehrfilm, der bei der vergangenen Weihnachtsfeier Prämiere feierte. Bei den Kreiswettkämpfen konnte die Gruppe, welche sich derzeit über viele Neuzgänge freuen kann, ihr Können unter Beweis stellen und erreichte einen guten 7. Platz.

Wehrführer Daniel Gebert berichtete über die Sanierungen am Feuerwehrgerätehaus und insbesondere die für 2017 geplante Sanierung des Daches, welche nach mehreren Verzögerungen im November 2018 durchgeführt wurde. Damit die Zusammenarbeit und ein konstruktives Miteinander mit der Gemeinde gefördert wird, wurde ein Sanierungs- und Kalkulationsplan erstellt, welcher in Naher Zukunft mit der Gemeinde besprochen werden soll. Ebenso stand der Bedarfs- und Entwicklungsplan der Großgemeindenfeuerwehren auf der Tagesordnung, da auch dieser von Seiten der Feuerwehren hinsichtlich Qualität, Kommunikation und Umsetzung stark bemängelt wurde. Von Seiten der Gemeindevertretung überbrachte Hr. Bürgermeister Carsten Sittmann die Grüße und bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement. GBI Klaus Sonneck sprach ebenfalls ein Grußwort. Er würde sich eine rege Teilnahme an den Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene wünschen.

15.02.2019 Fahrsicherheitstraining

Daniel und Nico, Wehrführer und Gerätewart der Feuerwehr Hessenaue haben erfolgreich ein Fahrsicherheitstraining der Landesfeuerwehrschule auf dem ADAC Trainingsgelände in Gründautal absolviert. Um 7:30 Uhr starteten wir mit unserem MLF Richtung Gründautal, im Gepäck hatten wir viele Fragen, eine große Erwartung an den Tag, und auch ein bisschen Bauchweh, was uns den erwarten wir. Bringen wir das "neue" MLF wieder heil mit nach Hause, oder müssen wir uns eine Erklärung einfallen lassen, warum der Außenspiegel kaputt ist, auf den das Fahrzeug in der letzten Kurve gefallen ist.

Eines vorweg.... das Fahrzeug haben wir wieder unbeschadet mit nach Hause genommen :-)

Empfangen von einem kleinen Frühstück starteten wir um kurz vor 10 Uhr mit dem Training. Zuerst ging es darum, in einer Vorstellungsrunde uns, unsere Erwartungen und unser Fahrzeug vorzustellen. Joe und Werner, unsere Trainer, stellten sich ebenfalls kurz vor und verteilten im Anschluß die Funkgeräte zur Verständigung während dem Training.

Zuerst wurde uns gezeigt, wie ein Fahrersitz richtig eingestellt wird und welche Folgen ein falsch eingestellter Fahrersitz haben kann. Ebenso wurden uns sämtliche Spiegel am Fahrzeug erklärt, uns welche Sicht mit richtig eingestellten Spiegel möglich ist. Am Ende der Erklärungen wurde uns allen klar, das ein Warnsystem für Radfahrer beim rechts Abbiegen nicht notwendig ist, wenn die Spiegel richtig eingestellt sind!!!!

Danach ging richtig los, erste Fahrübungen standen an. Mit unserem Fahrzeug sollten wir durch enge Altstadtstraße fahren, Rückwärts rangieren, auf engstem Raum wenden, Rückwärts einparken in eine Bucht am Fahrbahnrand und zwischendrin immer wieder durch einen Slalomkurs in verschiedenen Geschwindigkeiten um die Neigung des Fahrzeuges und das Fahrverhalten kennen zu lernen.

Danach folgte die Zweite Fahrübung,  bremsen auf nasser Fahrbahn mit 30km/h, 40km/h und 50km/h. Für 50km/h sollten wir unseren Bremsweg einschätzen und mit einem Pylon am Fahrbahnrand markieren. Die meisten lagen doch weit weg von Ihrem tatsächlichen Bremsweg...

Anweisung über Funk... Die erste Runde mit 30 km/h sollte der Beifahrer die Füße anheben und die Augen schließen. Warum???? So wurde uns vermittelt, was es für die Mannschaft bedeutet, wenn der Fahrer ohne Vorwarnung bremst... Die zweiten Erkenntnis des Tages, vorausschauendes Fahren ist äußerst wichtig, nur so kommt die Mannschaft mit dem Fahrzeug sicher ans Ziel.

Jetzt war erstmal Mittag, Schweinebraten mit Rotkraut und Klößen...die Küche ist echt gut.

Nach dem Mittag starteten wir in zwei Gruppen auf den Übungsplatz. Die erste Gruppe musste auf gerader Fahrbahn mit rutschigem Untergrund bremsen und anschließen eine Gefahrenbremsung mit Ausweichmanöver üben. Die zweite Gruppe musste auf rutschigem Untergrund bergab bremsen und anschließend bremsen in Kurven auf rutschigem und griffigem Untergrund üben. Beide Übungen konnten wir mit Bravour abschließen. Unser neues Fahrzeug lässt sich mit der momentanen Bereifung sehr gut handhaben, es fährt sich wie ein BOBBYCAR....

Das war aber nicht bei allen Fahrzeugen so, ein auf grobstollige Singelbereifung gestelltes Fahrzeug hatte einen enorm langen Bremsweg. Die Reifen sind im Gelände sicherlich erforderlich, auf der Straße sollte man aber wissen was die Reifen können. Erstaunlich war auch ein Wechselladerfahrzeug, 3 Achsen, Beladung 10 Tonnen, Gesamtgewicht 22 Tonnen. Das Fahrzeug hatte mit Beladung den gleichen Bremsweg wie ohne Beladung und angehobener 3. Achse, erst mit abgelassener Liftachse könnte der Bremsweg um 2 Meter verkürzt werden, was bei rund 65 Meter Bremsweg (bei 28km/h) nicht wirklich viel ist. Das Gewicht des Fahrzeuges ist für den Bremsweg nicht unbedingt ausschlaggebend...

Dann war dieser lehrreiche Tag auch schon vorbei und wir machten uns mit neuem Wissen und tollen Eindrücken wieder auf den Heimweg.

Herzlichen Dank an Joe und Werner, die diesen Tag mit eindrucksvollen Erklärungen haben ins Hirn einbrennen lassen...

Text&Bilder: Nico Wulfert

Nachfolgend einige Bilder des Fahrsicherheitstrainings

 

25.04.2018 - Tests mit dem MLF - Danke an die Treburer Kameraden

So der Winter und die Frosttage sind vorbei...

Mit Unterstützung zweier Kameraden der Treburer Feuerwehr haben Dennis und Nico am letzten Mittwoch mit dem MLF das Trailern des Mehrzweckbootes sowie die Wasserentnahme aus dem Rhein testen können. An dieser Stelle ein herzlichen Dank an Markus und Patrik von der Feuerwehr Trebur für die Unterstützung.

 

Hier ein paar Bilder der erfolgreichen Tests

 

Leider nur ein Aprilscherz, die Feuerwehr Hessenaue bekommt keine Drehleiter......

Feuerwehr Hessenaue erhält gebrauchte DLAK 18-12

zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges am Dorfgemeinschaftshaus Hessenaue

Seit Anfang 2017 laufen die Gespräche zum notwendigen zweiten Rettungsweg am Dorfgemeinschaftshaus Hessenaue. Jetzt hat die Gemeinde Trebur Nägel mit Köpfen gemacht und eine gebrauchte DLK 18-12 für die Feuerwehr Hessenaue beschafft. Mit dieser Drehleiter kann der zweite Rettungsweg sichergestellt werden und der Verein Dorfgemeinschaft Hessenaue kann endlich den langersehnten Erbbaupachtvertrag unterschreiben.

Bis dahin war es jedoch ein langer Weg. Viele Lösungen wurden diskutiert, scheiterten entweder an den Umsetzungsmöglichkeiten, waren nicht realistisch oder aber der Denkmalschutz legte sein Veto ein. Da die vom Rettungsweg betroffene Wohnung weiter bewohnt ist, musste jetzt eine Lösung gefunden werden.

In einem Portal konnte eine sehr gut gebrauchte Drehleiter gefunden werden, sodass die Gemeinde sich für diese Lösung entschied. Die „neue“ Drehleiter wird in der gesamten Großgemeinde zum Einsatz kommen. In erster Linie zur Menschenrettung, aber durch ihre Ausstattung mit Wenderohr kann sie bei Großschadenslagen die Brandbekämpfung unterstützen, ebenso durch die 4 LED Meister Strahler mit je 14000 Lumen zur Ausleuchtung von Einsatzstellen dienen. Selbst die Verantwortlichen der Feuerwehr Hessenaue wurde von der Gemeinde mit dem Kauf einer Drehleiter überrumpelt, konnte aber sehr schnell überzeugt werden. In den kommenden Tagen werden Gespräche mit den Mitgliedern der Einsatzabteilung folgen, so dass der extra für die Feuerwehr Hessenaue angesetzte Drehleitermaschinisten-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule Kassel schnellstmöglich gestartet werden kann.

Die Drehleiter wird am 06.04.2018 abgeholt und kann vorerst in einer Maschinenhalle in der Feldstraße unweit des Feuerwehrgerätehauses untergestellt sein. Noch in diesem Jahr sollen die Planungen für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses am alten Standort beginnen. Der Neubau soll bis April 2020 bezugsfertig sein.

Daten zur „neuen“ Drehleiter:

  • Typ: DLA K 18/12
  • Fahrgestell: MAN – TGM 15-240
  • Aufbau: Gimaex – Schmitz
  • Baujahr: 2008
  • KM-Stand: 14018
  • Radstand: 3550mm
  • Zul. Gesamtgewicht: 13000kg
  • Max. Korblast: 270kg oder 3 Personen
  • Max. Ausladung: ca. 22m
  • Max. Einsatzhöhe: ca. 26m
  • Ausstattung:
  • X-Abstützung mit variabler Abstützbreite von 2,50 m - 4,50 m
  • 4-teiliger Leitersatz
  • Niveauregulierungssystem im Leiterpark

Rettungskorb RK 270 mit 4 Einstiegen (3 Personen bzw. 270 kg Korblast) mit Halterungen für - Krankentrage - Lüfter - Abseilgeräte Roll-Gliss- und Wenderohr

  • Wenderohr in Aluminiumsystem gefertigt
  • Lagerungen für die gesamte Standardbeladung nach DIN
  • Lagerungen für Zusatzausstattungen: - Stromerzeuger 8 kVA - Krankentrage - Abseilgerät - B 75 - 35 m Schlauch - Sprungpolster
  • Wenderohr für den Betrieb über Rettungskorb
  • Selbstschutzdüsen am Rettungskorbboden
  • Umfeldbeleuchtung in LED Technik
  • 4 Flutlichtscheinwerfer Meister LED 14000 Lumen
  • Beleuchtungseinrichtung
  • Fest verlegte Stromversorgung 230 V und 400 V im Leiterpark zum Rettungskorb
  • Automatische Leiterrückführung
  • Ferndiagnosesystem FDS 2005
  • 230 V Notbetriebssystem

Sobald sich die Wehr in das Fahrzeug eingearbeitet hat, werden die Bürgerinnen und Bürger der Großgemeinde Trebur die Möglichkeit zur Besichtigung des Fahrzeuges haben.

Wir bleiben dran

Ihre Feuerwehr Hessenaue

 

 

18.03.2018 - Rollcontainer Fahrbahnreinigung

So, der Rollcontainer Fahrbahnreinigung ist fertig aufgebaut. Am kommenden Übungsabend werden wir die ersten Tests in Verbindung mit dem MLF durchführen. Weitere Infos zu dem Rollcontainer folgen in Kürze auf der Technikseite unserer Wehr.